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Work-Life-Balance-Beratung
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Burnout: Vom Engagement zum Ausgebranntsein!

Waren früher von einem Burnout vor allem die helfenden und lehrenden Berufe betroffen, so wie Lehrer, Ärzte, Krankenschwestern, Pflegepersonal und Therapeuten, so lassen sich diese Unterscheidungen heute nicht mehr treffen.
Ein Burnout tritt mittlerweile berufsübergreifend auf. Vom Programmierer, der Teamassistentin, der Führungskraft, dem Consultant, dem Help-Desk-Mitarbeiter, Key-Account-Manager, Top-Verkäufer bis zum Systemadministrator: Es kann jeden treffen.

Burnout anfällige Menschen tendieren dazu, auf zusätzlichen Stress mit zusätzlichen Anstrengungen zu reagieren. Sie wollen den Stress in den Griff bekommen. Erschöpfungszustände sind für Sie nicht Warnzeichen auf die sie achten sollten, sondern Feinde, die durch noch mehr Willenskraft und Tatkraft besiegt werden müssen. Treibender Motor für diesen Kampf sind eine sehr hohe Motivation und eine enorme Leistungsbereitschaft.

Entscheidend für die Entwicklung eines Burnout-Syndroms sind individuelle Entscheidungs- und Handlungsstrategien. Die Art und Weise, wie ein Mensch denkt, wie er innerlich mit Stress-Faktoren und neuen Herausforderungen umgeht, trägt erheblich dazu bei, ob sich eines Tages Burnout-Symptome bemerkbar machen.

 

Beispiele für typische Burnout-Strategien:

  • Es sich und anderen beweisen zu wollen
  • Es immer noch besser machen zu wollen
  • Es immer perfekt und richtig machen zu wollen
  • Nur nicht aufgeben, nur nicht nachlassen, nur nicht schwach werden
  • Sich unter Zeit- und Leistungsdruck erst richtig wohl und wichtig zu fühlen
  • Die Arbeit wichtiger als Familie, Partner, sich selbst und seine Bedürfnisse nehmen
  • Alles geben, um den ersehnten Respekt und die ersehnte Anerkennung zu bekommen

Die Zielgruppe von jobs Personalberatung, die in den Bereichen IT, Sales und Executive tätig ist, sich aus Spezialisten, und High-Potentials zusammensetzt und überaus erfolgs- und leistungsorientiert ist, ist für diese typischen Burnout-Strategien besonders anfällig.

Wichtig ist auch, dass ein Burnout nicht mit einer depressiven Episode, einer nur vorübergehenden Stress-Reaktion oder einer zeitweiligen Belastungsstörung verwechselt wird. Aus diesem Grund arbeitet jobs Personalberatung im Bezug auf das Thema Burnout mit einer Psychotherapeutin (Frau Beran) zusammen.

Ein Burnout-Syndrom entsteht nicht über Nacht. Für die Entstehung des Syndroms ist nicht nur ausschlaggebend, wieviel Stress ein Mensch hat, sondern auch die Art und Weise wie er mit Stressfaktoren umgeht.

Die typischen äußeren Faktoren, die bei der Entstehung eines Burnouts zusammenspielen setzen sich wie folgt zusammen:


1. Betriebsklima & Arbeitsbedingungen

  • Arbeitbedingungen, schlechte Ausstattung
  • Wachsende Verantwortung
  • Hohes Arbeitspensum
  • Immer höher gesetzte Zielvorgaben
  • Wenig Einfluss auf Arbeitsabläufe
  • Starker Zeitdruck
  • Zu wenig Zeit
  • Nacht- und Schichtarbeit (sehr häufig im IT Bereich)
  • Schlechtes Raumklima

2. Arbeitsorganisation & Vorgesetze

  • Mangel an Autonomie
  • Mangel an positivem Feedback
  • Rollenkonflikte
  • Unklare Hierarchien
  • Informationsdefizite
  • Ständige Umstrukturierungen
  • Informationsdefizite
  • Inadäquate Ziele und Konzepte

3. Soziale Kompetenzen & Kommunikation

  • Konkurrenzdruck
  • Intrigen, Mobbing
  • Ungeklärte Beziehungskonflikte
  • Schlechte oder keine Kommunikation
  • Verlust an sozialen Kontakten aufgrund hoher Reisetätigkeit
  • Schlechte Abgrenzung gegen Ansprüche und Forderungen

Die Phasen eines Burnouts ziehen sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren.

 

Es lassen sich einige typische Entstehungsphasen und Symptome beim Burnout beschreiben:

Phase 1: Die Begeisterung
Der engagierte Mitarbeiter, der „gebrannt“ hat für seine Aufgaben, hat sich zunächst mit all seiner Begeisterung, seinen hohen Ansprüchen, seinen Idealen und einer extrem hohen Motivation in die Arbeit gestürzt, um dann Schritt für Schritt vom Alltag und der Realität enttäuscht zu werden. Er kommt auch nicht auf den Gedanken, dass von ihm gar nicht so viel erwartet wird, wie er bereit ist zu geben.
Phase 2: Die Müdigkeit
Das eigene Bedürfnis nach Entspannung, Erholung und Regeneration wird auch dann noch geleugnet, wenn schnelle Erschöpfung, Mattigkeit, Müdigkeit, diffuse Schmerzen und körperliche Beschwerden die tägliche Arbeit immer unerträglicher machen. Erschöpfung, Müdigkeit und Regenerationsbedarf werden ignoriert.
Überempfindlichkeit und Reizbarkeit nehmen stetig zu. Diese Phase kann sich über Monate bis Jahre erstrecken. Hinzu kommen innere Unruhe, Anspannung, Nervosität, Missstimmung und Einschlafstörungen. Der Betroffene kann nicht mehr vom Alltag abschalten. Burnout Kandidaten setzen mit ihrem Perfektionsstreben auch andere Menschen unter Druck.
Phase 3: Die Motivation sinkt
Das einstige Engagement schlägt um in Wut, Frustration und Enttäuschung. Zuerst werden diese negativen Gefühle ignoriert und verdrängt. Aufmerksamkeit und Zuwendung anderer Menschen werden eher als Angriff interpretiert. Die Kommunikation am Arbeitsplatz wird immer schwieriger, die Stimmung ist gereizt.
Phase 4: Die Leistungen lassen nach
Konzentration und Leistungsvermögen lassen immer mehr nach. Es kommt zu Fehlern, Schwächen und negativem Feedback. Schuldgefühle schleichen sich ein und eine innere Abwehr gegen die Arbeit beginnt sich aufzubauen. Das Feuer beginnt zusehends zu erlöschen. Fehlzeiten treten auf.
Phase 5: Körperliche Beschwerden
Die unverarbeiteten Konflikte äußern sich vermehrt im körperlichen Bereich und wechselnde psychosomatische Probleme tauchen auf: Herz- und Kreislaufprobleme, Gelenk- und Rückenschmerzen, Gewichtsschwankungen, Magen-Darmbeschwerden. Die Ärzte finden oft keine körperlichen Ursachen.
Phase 6: Starke seelische Beschwerden
Innere Leere macht sich breit. Das Gefühl für sich selbst geht verloren. Man funktioniert nur noch automatisch, der Betroffene fühlt sich ausgezehrt und mutlos. Er entwickelt Angst, Furcht und Verzweiflung. Manche Betroffenen beginnen sich völlig zurückzuziehen, meiden andere Menschen oder Menschensammlungen
Am Ende steht schließlich das „Ausgebranntsein“. Nichts geht mehr.

Die Experten Herbert Freudenberger und Gail North beschreiben für die Entwicklung eines Burnout-Syndroms einen 12 Phasen Zyklus:


1. Es besteht der Zwang, sich zu beweisen
2. Die Person zeigt verstärkten Einsatz
3. Eigene Bedürfnisse werden vernachlässigt
4. Eigene Bedürfnisse werden verdrängt
5. Frühere Werte werden umgedeutet
6. Verleugnung der auftretenden Probleme
7. Die Person zieht sich immer mehr zurück
8. Verhaltensänderungen sind auch für andere ersichtlich
9. Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit
10. Das Gefühl der inneren Leere wird vorherrschend
11. Depressionen manifestieren sich
12. Völlige Burnout-Erschöpfung

jobs Personalberatung bietet nicht nur Services in Form von Workshops im Bereich der Burnout-Prävention, Prophylaxe und auch Früherkennung, sondern holt seine Klienten an den unterschiedlichen Phasen eines Burnout-Syndroms ab und bietet entsprechendes Coaching, professionelle Beratung, Selbsterfahrungsgruppen und Selbsthilfegruppen.


Auch wenn sich äußere Stressfaktoren nicht immer so einfach abschalten lassen, so lassen sich mit professioneller Unterstützung durchaus Denkmuster und Haltungen in Bezug auf Karriere und Lebensführung ändern. Ziel ist der rücksichtsvollere und ökonomischere Umgang mit sich selbst.

Bei Interesse/Fragen wenden Sie sich an Frau Samantha Scherzer scherzer@jobs-personalberatung.com oder +43/1/3 190 190 12