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Das Telefoninterview
Zittert Ihre Stimme am Telefon, sobald ein wichtiges Gespräch ansteht? Ist die Couch Ihr Lieblingsplatz zum Telefonieren? Steht ein Telefoninterview mit Ihrem potenziellen Arbeitgeber bevor, sollten Ängste überwunden und schlechte Angewohnheiten abgelegt werden. [09.04.2008 Karriere-Journal, monster.at]

"Die Antworten herunterleiern oder während des Gesprächs in einen Slang zu verfallen, sind Fehler, die ein schlechtes Licht auf den Kandidaten werfen. Auch die Körperhaltung wird durch die Stimme transportiert und man merkt schnell, ob der Bewerber gerade sitzt oder auf der Couch herumlümmelt", so Samantha Scherzer, zweite Geschäftsführerin und Miteigentümerin von jobs Personalberatung in Wien.

Eine Einladung zu einem Telefoninterview seitens des Wunscharbeitgebers sollte von Bewerbern entsprechend ernst genommen werden. Wenn es gelingt, am Telefon einen guten Eindruck zu hinterlassen, hat der Kandidat gute Chancen, zum persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Gute Vorbereitung und eine ruhige Umgebung zum vereinbarten Termin sind daher wichtig. Kindergeschrei oder das plötzliche Sturmleuten des Nachbars sind Störfaktoren, die während des Interviews keinesfalls vorkommen dürfen.

Fachliche Qualifikation am Prüfstand

Vor allem wer sich für einen Job im Ausland bewirbt, muss damit rechnen, dass der erste Kontakt mit dem zukünftigen Arbeitgeber telefonisch stattfindet. "Meist findet ein Telefoninterview dann statt, wenn der Kandidat zu weit entfernt ist, beziehungsweise es zu umständlich wäre, die geographische Entfernung für ein Erstgespräch zu überwinden", erklärt Scherzer.

Oft werden Telefoninterviews für die Besetzung von Führungspositionen, Stellen im Bereich der IT Branche oder für Sales Positionen eingesetzt. Neben dem Abstimmen der fachlichen Qualifikation für die ausgeschriebene Position werden laut Scherzer folgende Fragen abgeklopft: "Verfügbarkeit, Gehaltsvorstellungen, warum man den Job möchte, Zukunftswünsche und dergleichen. Soziale Kompetenzen sind über das Telefon sehr schwer einschätzbar."

Tipps der Experten


Die Grundvoraussetzung für ein gutes Gelingen des Jobinterviews am Telefon ist eine gründliche Vorbereitung. Was steht im eigenen Lebenslauf, wie sieht das Profil des Unternehmens aus, bei dem man sich bewirbt, welche Gehaltsvorstellungen und Zukunftswünsche hat man? Dies sind einige der Themen, die der Bewerber im Schlaf beherrschen muss.

"Um eine bestmögliche Präsentation der fachlichen Kompetenzen zu erreichen, sollte der Bewerber sich genau so verhalten, als würde er dem Gesprächspartner gegenüber sitzen", fasst Scherzer zusammen. "Der Kandidat sollte pünktlich erreichbar sein, ein ruhiges Umfeld um sich haben, sogar einen Intimbereich schaffen, wo auch nicht der Partner daneben sitzt und Zeitung liest", meint die Expertin.

Vollste Konzentration ist ein Muss

Denn während des Telefonats gilt vollste Konzentration. Kein Lärm im Hintergrund, keine Störfaktoren, ein ruhiger Ort ist die Basis für einen ungestörten Gesprächsverlauf. "Der Bewerber muss sich voll konzentrieren und strukturiert antworten können", verdeutlicht Scherzer. Ähnlich wie beim persönlichen Vorstellungstermin hilft es, sich Antworten im Vorhinein zu überlegen und diese positiv zu formulieren. Eine gerade Körperhaltung hilft bei der Konzentration und unterstützt eine präzise Beantwortung der Fragen.

Während des Gesprächs gelten klare Verhaltensregeln: kein Kaugummi kauen, nicht rauchen, essen oder trinken und nicht auf der Couch lümmeln. Neben diesen Benimmregeln konkretisiert Scherzer einen weiteren wichtigen Bestandteil des Telefoninterviews: "Die Stimme des Bewerbers ist ein klarer Sympathieträger und nicht zu unterschätzen." Personaler bringen mit dem Klang der Stimme gewisse Kompetenzen in Verbindung. Sie merken ob der Kandidat aufgeregt, nervös oder unsicher ist.